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Feuchtbiotop/Auflandteiche
 

Nördlich von Aderstedt in Richtung Gunsleben an der alten Bahnlinie der Zuckerfabrik, zwischen Faulen Graben und Großen Graben, liegen zwei künstlich angelegte Auflandeteiche. Diese Teiche sind im Osten begrenzt durch einen Feldweg (ehemaliger Bahndamm nach Gunsleben), im Süden durch einen Wirtschaftsweg und einen Radweg, im Westen durch angrenzende Wiesen und im Norden durch den Großen Graben. Das etwa 10 Hektar große Gebiet um die Aderstedter Teiche war nach der Schließung der Zuckerfabrik von der zuständigen Genossenschaft Ende 1994 dem Halberstädter Kreisverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) übereignet worden.

Die mittlerweile abgerissene Zuckerfabrik hatte einst die Teiche angelegt, um das nach dem Rübenwaschen stark verschlammte Wasser aufzufangen und zu klären. In den hinteren Teichen wurde bis zur Betriebsaufgabe der Zuckerfabrik 1992 das schlammige Wasser vom Rübenwaschen eingeleitet und geklärt. Dieser Teich ist so gut wie verlandet. Durch Wehre ist es möglich, diesen Teich zeitweise zu fluten, so daß ein Feuchtgebiet erhalten bleibt. Das Wasser dazu wird dem Großen Graben entnommen. Das überschüssige Wasser fließt über ein Rohrsystem in den vorderen Teich.Der vordere Teich diente nie als Schlammteich. Durch Schwebstoffe wurden die vorderen Dämme undurchlässig, so daß seit 1988 dieser Teich ständig Wasser hält.
nördlicher Auflandteich - Feuchtgebiet
südlicher Auflandteiche - Feuchtgebiet
Die Teiche sollten nun als Rast- und Ruheplatz für standorttreue und durchziehende Wasser und Waldvögel dienen. Um den Vögeln Schutz und Unterschlupfmöglichkeiten zu geben, wurde eine Randbepflanzung angelegt. Die südliche Böschung des vorderen Teiches wurde mit einer Mischhecke bestehend aus: Stieleiche, Eberesche, Ulme, Haselnuß, Hundsrose, Faulbaum, Vogelbeere, Roter Hartriegel und Pfaffenhütchen bepflanzt. Der südliche Teil dieses Gebietes ist mit Weide, der nordöstliche Teil mit Eberesche, der nordwestliche Teil mit Eberesche, Schwarzerle, Stieleiche und der südwestliche Teil mit Eberesche, Weide, Ahorn ind Linde begrenzt.
Ein Beobachtungspunkt (Hütte) liegt auf dem östlichenUferdamm des hinteren Teiches in Höhe des Trennungsdammes zwischen beiden Teichen. Zu erreichen ist dieser Beobachtungspunkt vom Feldweg (ehemaliger Bahndamm nach Gunsleben) aus über einen Knüppeldamm.Südlich des Teiches, unmittelbar neben dem Radwanderweg, wurde auf einem vorhandenen Masten eine Nisthilfe zur Ansiedlung von Störchen geschaffen. An die Teiche führen keine Wege, um ein ökologisch wertvolles Biotop zu bewahren und zu erweitern, das zum Erhalt der Artenvielfalt im Landschaftsschutzgebiet Großer Bruch beiträgt und bedrohten Vogelarten Schutz bietet.
Blick auf die Beobachtungsbrücke und den Knüppeldamm