In der Aderstedter Ortschronik wird das Gebiet, in dem sich heute der "Aderstedter Busch" befindet, um 1770 erstmals als Birkenbruch erwähnt. Der heutige Zustand entwickelte sich seit Beginn dieses Jahrhunderts durch die Anlage eines Grabensystems, das zu einer Teilentwässerung des ursprüngichen Niedermoores führte. Dadurch konnte sich außer den niedermoortypischen Schwarzerlen und Moorbirken auch nicht ganz so Staunässe vertragende Baum-und Gehölzarten ansiedeln. So bestimmen heute neben den standorttypischen Schwarzerlen und Birken auch Eschen, Hasel, Rotbuchen, Ebereschen, Weißdorn und Salweiden das Aussehen des Busches. Vor allem in den Randonen sind auch Stieleichen und Traubeneichen, Felulme, Hainbuche, Schwarzpappel, Bergahorn, Sommerlinde und Roßkastanie anzutreffen. |
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Der Aderstedter Busch hat eine Fläche von knapp 3 Hektar und ersteckt sich direkt vom Ostrand in nordwestlicher Richtung. Sein äußerster westlicher Rand befindet sich außerhalb der Aderstedter Gemarkungsgrenze auf Pabstorfer Gemarkung. Die längste Ausdehnung in Ost- Westrichung beträgt etwa 750m, die gröste Breite in Nord- Südrichtung 450m. Durch seine relativ gering Flächenausdehnung und recht isolierte Lage zu anderen ähnlich gestalteten größeren Bruchwäldern kann der Aderstedter Busch größeren stark bedrohten Tierarten wie Schwarzstorch oder Elbebiber und anderen Tieren mit diesen Biotopansprüchen kaum eine Heimstatt werden.
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Auch für die sehr gefährdeten einheimischen Lurche, für die der Aderstedter Busch eigenlich ein hervorragendes Biotop darstellt, behindert das stark eisenhaltige Wasser der Gräben besonders das Fortpflanzungsgeschehen. In ihnen ist kaum tierisches Leben möglich. Dafür kann er besonders von adulten Froschlurchen durch Zuwanderung von den Auflandeteichen, unser Feuchtbiotop, besiedelt werden (Grasfrosch und Erdkröte). Die wichtigste Aufgabe als Biotop erfüllt der Aderstedter Busch als Brut- und Zufluchtsort der Tierwelt aus den verschiedenen umgebenden Lebensrämen. So bieten die nördlich und südlich des Aderstedter Busches gelegenen Feldfluren, dem im Aderstedter Busch lebenden Reh- und Schwarzwild, günstige zusätzliche Äsungsbedingungen. |
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Fuchs, Dachs, Steinmarder, Iltis, Hermelin und Mauswiesel profitieren von der Ortsnähe und den Feldfluren des Busches bei ihrer Nahrungssuche. Die zum Teil recht gut ausgeprägte Stufen der Vegetation von Krautzone, niedriger und hoher Buschzone bie zu hohen Baumwipfeln bieten einer artenreichen Vogelwelt insbesondere Singvögeln, günstige Biotope. So kommen neben den Kulturfolgern wie Star, Amsel, Nachtigall und Haus- und Gartenrotschwanz auch scheue Arten wie Ammern, Grasmücken, Laubsänger und andere vor. Durchwandert man den Aderstedter Busch, erwckt er durch seine vielgestaltie Vegetation stellenweise den romantischen Eindruck eines Urwaldes. Lichte Stelen mit Farnen auf denen Sonnenkringel spielen, wechseln mit düsteren Orten, wo kaum ein Sonnenstrahl den Erdboden berührt. Stellenweise führt der Weg des Wanderers viele Meter wie durch einen grünen Tunnel. Anderen Ortes gibt es Stellen mit umgestürzten größeren Bäumen und Totholz, die teilweise in sumpfigen Wasserlachen liegen. Dadurch wird der Eindruck der Urwüchsigkeit noch unterstrichen. |
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Einen besonderen Eindruck machen auch die den Weg begleitenden Gräben, in denen zum Teil das durch Eisenoxyd gefärbte Wasser blutrot erscheint. Betritt man den Aderstedter Busch über den südlichen Anfang des Rundwanderweges, entdeckt man nach ca. 260m links vom Weg eine Quelle.
Die kurze Schilderung des phänologischen Eindruckesdes Aderstedter Busches soll das sparsam angelegte Wegesystem für einen sanften Torismus begründen. Empfohlen werden ein kleiner und ein etwas größerer Rundwanderweg, die beide an der Nordost- und Südoststrecke des Aderstedter Busches beginnen bzw. enden. Der kleine Rundwanderweg führt bis etwa Mitte des Busches und hat von Beginn bis Ende eine Länge von ca. 1000m. Die größere Runde, die fast bis zum Westrand des Busches führt, hat eine Länge von rund 1620m.
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Am Westrand führt im Anschluß zum Rundweg ein 200m langer Weg in nördlicher Richtung zum Buschrand. Von dort ist ein Anschluß zum Nachbarort Pabstorf geplant. Erwähnenswert wäre noch, daß alle Wege dem Lauf der Entwässerungsgräben folgen und zum Überqueren der Gräben vier Holzstege vorhanden sind. Empfohlen werden ein kleiner und ein etwas größerer Rundwanderweg, die beide an der Nordost- und Südoststrecke des Aderstedter Busches beginnen bzw. enden. Der kleine Rundwanderweg führt bis etwa Mitte des Busches und hat von Beginn bis Ende eine Länge von ca. 1000m.
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Die größere Runde, die fast bis zum Westrand des Busches führt, hat eine Länge von rund 1620m. Am Westrand führt im Anschluß zum Rundweg ein 200m langer Weg in nördlicher Richtung zum Buschrand. Von dort ist ein Anschluß zum Nachbarort Pabstorf geplant.Erwähnenswert wäre noch, daß alle Wege dem Lauf der Entwässerungsgräben folgen und zum Überqueren der Gräben vier Holzstege vorhanden sind. Im sonstigen Busch sollten menschliche Eingriffe soweit wie möglich vermieden werden. Besonders der nordwestliche Teil des Aderstedter Busches sollte als besondere Ruhezoe nicht betreten werden. So könnte ein, wenn auch kleines, Stück Natur unserer Heimat erhalten bleiben. |
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